The following newspaper article was published on NZZ Online just this morning. I could not refrain from adding my two cents as soon as the comment tool got available again. Please have a look at this article and my comment even if you just know a bit of German. Now, is this a pivotal turning point in modern economics? Has the financial crisis not only shattered the neo-liberal paradigm but has shaked the very foundation of economic liberalism itself? Are we heading towards socialism or at least that bastard called social liberalism again? Or was this all bound to happen and is just a further accentuation of much longer development? Well, considering that my university professors and teaching books have defended the efficiency of neo-liberal market systems and the separation of management and ownership until last year, this all comes rather surprising to me, I must reckon.
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Deutsche Manager sollen für Misserfolg haften
Koalition einigt sich auf weitere Auflagen für Unternehmensführer
Mit mindestens einem Jahresgehalt sollen Manager künftig haften, wenn mit ihrem Unternehmen etwas schiefgeht. Darauf hat sich die grosse Koalition in Berlin geeinigt. Die Wirtschaftsverbände sind entsetzt.
(sda/Reuters) Die grosse Koalition hat sich trotz scharfer Kritik aus der Wirtschaft auf weitere Auflagen für Manager verständigt. Unternehmensführer sollen künftig für Schäden in Höhe von mindestens einem Jahresgehalt mithaften. Darauf einigten sich am Donnerstag Vertreter von Union und SPD in Berlin.
Erfolgsprämien erst zum Schluss
Ebenso soll die Auszahlung von Erfolgsprämien erst am Ende der Vertragsdauer erfolgen. Ein Unternehmensvorstand soll künftig erst nach zwei Jahren in den Aufsichtsrat wechseln können, ausgenommen von dieser Regelung sind Familienbetriebe.
Vor einigen Wochen hatte sich die Koalition bereits auf erste Auflagen wie die Kürzung von Gehältern bei wirtschaftlichem Misserfolg verständigt. Das gesamte Paket soll noch vor der Sommerpause den Bundestag passieren.
«Hilfloser Populismus»
Union und SPD wiesen die Kritik des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zurück. BDI-Chef Hans-Peter Keitel hatte Union und SPD «hilflosen Populismus» vorgeworfen.
«Ich habe den Eindruck, Herr Keitel hat das Problem nicht erkannt und zeigt sich wenig sensibel», sagte SPD-Vize Joachim Poss: «Offenbar musste er sich gegenüber seiner Klientel als Hardlinder profilieren.»
CDU/CSU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach verteidigte die Pläne als «politisch absolut notwendig». Für Sachargumente sei man zudem immer offen. «Eine solche Politikerbeschimpfung des BDI allerdings ist nicht zu akzeptieren», sagte Bosbach.
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Plötzlich gilt kein Lehrbuch mehr!
Unglaublich, was sich in diesen Tagen abspielt: Nach dem Neoliberalismus wanken jetzt sogar die Grundfesten des Wirtschaftsliberalismus selbst! Management und Aktionariat - die Trennung von Führung und finanziellem Risiko - einfach mal so über den Haufen geworfen. Wer dies zu beurteilen, die Folgen abzuschätzen weiss, hat wohl angesichts des Umfangs und der Tragweite dieses Entschlusses den nächsten Wirtschaftsnobelpreis auf sicher. Wer sich hier zu werten anmasst, tritt auf jeden Fall ins Fettnäpfchen - wie auch der Wirtschaftsverband selbst: Das ist kein Populismus, sondern radikaler Vertrauensverlust ins System. Vor 100 Jahren waren es die Bourgeois, heute sind es die Manager selbst. Dass diese aber ihre Positionen nicht vererben können und mehr oder minder meritokratisch ihren Einfluss gewannen, macht den Vertrauensverlust umso frappanter. Ich rieche japanische Dilemmas.
Thursday, 7 May 2009
Monday, 13 April 2009
The whole discussion in the vault
oelsen: http://www.youtube.com/watch?v=UY-ZrwFwLQg hahaha
Karakasa: Wer über Religion herzieht, ist ein impertinenter Vollidiot, der noch nicht kapiert hat, dass unser eigenes Dasein reine Glaubenssache ist. Ob du dich nun von einem Schöpfer geschaffen oder aus abermilliarden Atomen zusammengesetzt siehst - alles sind unüberprüfbare Konzepte, die uns einfach Antworten auf Fragen geben sollen, die uns unser lästiger Intellekt eingebrockt hat. Ein jahrtausendealtes Antwortmuster ins Lächerliche zu ziehen, zeigt nur, dass man das überhaupt nicht kapiert hat. Wer bestreitet, dass Wissenschaft im Kern Glaubenssache (Stichwort Theorem) ist, der ist so bescheuert wie ein Islamist
Und jetzt versucht nur, mich zu widerlegen. Ich weiss die klügsten Köpfe der jüngeren Geistesgeschichte hinter mir.
oelsen: nun denn: religion flies you into building, science on the moon – und jetzt? wir können über theologie streiten oder darüber, wie wir das mrsaproblem in den griff kriegen. egal. arguing on the internet...
Karakasa: Also das Christentum hat im Mittelalter ziemlich erfolgreich für soziale Ordnung gesorgt. Wenn du Wissenschaft mit Pragmatik rechtfertigen willst, soll mir das recht sein. Verzichte einfach auf den höheren Geltungsanspruch. Pragmatik hängt aber auch wieder von persönlichen oder zumindest intersubjektiven Prinzipien ab: Gewisse Leute wollen "in Würde" und damit ohne Medikamente oder Maschinen krepieren, andere nicht. Indirekt hast du mich ja nur bestätigt. :-p
oelsen: wenn höherer geltungsanspruch der verzicht auf irrationalität und hinterhältigen terror ist, dann habe ich diesen anspruch weiterhin :D
Karakasa: Es gibt keine Rationalität. Lies' mal Organisationstheorie. Behavioural Finance wäre auch ein interessanter Startpunkt. Und Augustinus' "gerechter Krieg" ist in der heutigen Politik determinierender also Nye & Keohayne's Institutionalismus. Wer das nicht einsieht, sollte nicht behaupten, einen wissenschaftlichen Standpunkt zu vertreten.
oelsen: hokuspokus. könnte ich den pfaff, den bischof und den papst abwählen wäre die sache halb so schlimm. wie gesagt, es geht um religion, nicht um glaube. […]
Karakasa: Die grossartige Grundidee der Wissenschaften (gerade wegen ihrer historischen Ursprüngen in den Naturwissenschaften) ist es, dass im Gegensatz zu anderen Weltbildern, namentlich Religionen, keine konkreten Grundprinzipien für die Anschauungen, sprich die Theorien, existieren sollten, sondern nur Prinzipien, Grundsätze, in der Methodik, also, wie man die Welt anschaut. Es ist auch diese Grundidee, auf der die empirischen Sozialwissenschaften und ihre deskripitven und instrumentellen Theorien fussen: Man behauptet nichts, was man nicht vorher gesehen hat. Nun gilt es jedoch - wiederum aus historischer Sicht - zu befinden, dass die meisten heute gängigen empirischen Untersuchungen und Theorien von westlichen (also im westlichen Kulturraum sozialisierten) Wissenschaftlern im westlichen Raum untersucht und zu solcher Konsistenz entwickelt worden sind, dass sie im Zeitpunkt der Ausdehnung und Vermittlung in andere Kulturräume, speziell den asiatischen, wenig aufnahme- und veränderungsbereit war. In der Folge sollte sich die Wissenschaft nicht mehr an den Tatsachen, sondern umgekehrt die Tatsachen an den Theorien orientieren. Hierbei entblösste sich die Empirie als stark in den Theorien befangen, als teilweise "self-fulfilling prophecy", indem sie den Untersuchungsgegenstand, asiatische Kulturen oder Wirtschaftssysteme, durch ihre eigene Untersuchung und mit dem übermächtigen ökonomischen, politischen und sozialen Apparat des Westens im Rücken selbst veränderte. Es ist dies, was Kritiker an westlichen Wissenschaften als "moderner Imperialismus" diffamieren. An dieser Stelle soll nicht von einem (beabsichtigten) Imperialismus der Wissenschaften gesprochen werden, sondern von einem Paradigma: Die westlichen Theorien sind zu raffiniert geworden, als dass sie allzu andersartige Tatsachen integrieren könnten. Dies muss oder kann sie auch fast nicht mehr, da mit der Globalisierung schon in vielen Bereichen eine "Verwestlichung" - gerade auch im Zuge der wissenschaftlichen Erforschung - stattgefunden hat. Damit hat sich die Wissenschaft aber selbst unbeabsichtigt auch den Anspruch einer höheren Geltungskraft als andere Glaubensmuster, etwa auch die Religionen, abgesprochen. Umgekehrt lässt sich diese Argumentation aufgrund des nachhaltigen Einflusses der westlichen Wissenschaften auf die verbliebenen andersartigen Referenzpunkte nicht beweisen. Sie erhebt aber auch keinen höheren Geltungsanspruch wie die Wissenschaft und will sich selbst immunisieren, sondern will als These verbleiben. So. Das ist meine Ansicht.
oelsen: ich weiss nicht, was an einer relativitätstheorie oder dem wienschen verschiebungsgesetz so imperialistisch sein sollte. oder der tatsache, dass ein gen X leute farbenblind macht, wenn es mutiert ist
Karakasa: Ich differenziere bereits zwischen Sozial- und Naturwissenschaften. Aber auch Naturwissenschaften könnten in ihren Ansprüchen hinterfragt werden: Könnte der Anziehungsfaktor g auf der anderen Seite der unförmigen Erde nicht anders sein? Die Farbenblindheit ist interessant, weil Farben in verschiedenen Sprachen ja anders konnotiert sind. Über Quantenphysik und Astronomie wollen wir gar nicht reden: Das ist reine Mutmassung auf Zahlenakrobatik. Man bedenke, dass Mathematik eine Geisteswissenschaft ist. Du denkst eben auch noch in den Gesetzen der Wissenschaft genauso wie ein gläubiger Christ nicht aus dem Grundkonzept des Schöpfers herausdenken kann.
oelsen: blrk. g ist überall anders, siehe mal in der wikipedia
Karakasa: Umso besser. :-p
oelsen: farben sind auf der ganzen welt gleich, weil die aminosäure dieselbe ist. es gibt zwar bevölkerungsgruppen, die andere haben (siehe tetrachromatopsie). farbnamen werden erfunden, weil sie praktisch sind
Karakasa: (Ich verstehe g als den Anziehungsfaktor, der der Erde zugeordnet ist, ja?)
oelsen: ja. der variiert je nach untergrund
Karakasa: Das wusste ich nicht. Ich dachte an die Unförmigkeit der Erdkugel. Aber das ist jetzt alles wieder nur wissenschaftlicher Wissensschwanzmessen. Tatsache ist, dass da nichts universell ist.
oelsen: eigentlich ist es kein schwanzmessen. du stellst eine frage und kannst sie verifizieren. das ist doch ansatzweise wissenschaft...
gretchenfrage: wie reagierst du, wenn jemand sagt "schwule sind krank, das steht so in der bibel?" du darfst a) nicht die bibel zitieren, weil sonst besserwisser/blasphemisch b) keine wissenschaftlichen erkenntnisse erwähnen, weil böse und so und c) keine philosophischen grundsätze der letzten 3000 jahre anführen, weil bibel hat sowieso recht
Karakasa: a)
oelsen: achsonein, das ist eine aufzählung. du darfst nichts der drei dinge tun...
Karakasa: Ich kann nur versuchen, mit einer system-intrinsischen Argumentation seine Ansicht zu widerlegen. Ein Argument einer anderen "Schule" ist in seinem Glaubenskonzept nicht akzeptabel, genauso wenig wie biblische Geschichten nichts in der Wissenschaft zu suchen haben - zumindest als Argument (gewiss aber als Untersuchungsgegenstand). Sollte der Ansatz über a) scheitern sind Schwule gemäss dem christlichen Glauben wirklich krank und seine Aussage denn richtig. Das gilt es zu respektieren - genauso wie er unsere andersartige Meinung zu akzeptieren hat.
oelsen: relativist!
Karakasa: Ich kann ihn nicht widerlegen, er nicht mich. Angesichts der Machtverhältnisse in der modernen Gesellschaft dürfte sich dieser christliche Zealot mit dieser Situation schon mehrmals abgefunden haben. Wir, die Wissenschaftsgläubigen aber nicht: Wir wollen zeigen, dass er Unrecht hat.
Fein. Wenn die Schlussfolgerung meiner Streitrede gegen den höheren Geltungsanspruch der Wissenschaft der Relativismus ist, so kann ich mich damit zufriedengeben. Ich bin davon überzeugt, dass dieser noch weitaus pragmatischer und damit effizienter ist als deiner. :-p Und wenn du das nicht akzeptieren kannst, spiel' doch nochmals "Bioshock" durch und frage dich, weshalb Andrew Ryan den Freitod wählt. Das ist pure Kritik an Ayn Rands Objektivismus!
oelsen: achjaklar, stell mich in die randecke
Karakasa: Keineswegs. Ich kontere deinen polemischen "Relativist!" mit etwas mehr Rhetorik meinerseits - oder versuche es zumindest.
oelsen: :)
Karakasa: Impliziert dieser denn nicht, dass du als radikaler Vertreter der Wissenschaft auch keinen Relativismus akzeptieren kannst, weil er indirekt den höchsten Geltungsanspruch der Wissenschaft untergräbt? Ist das nicht genauso missionarisch und zealotisch wie ein Zeuge Jehovas, der unbedingt den nächsten Christen rekrutieren will, um sich in seinen Ansichten bestätigt zu sehen? Oder der Schwule, der seine emotionalen oder sexuellen Präferenzen nicht für sich behalten kann, sondern demonstrativ auf die Barrikaden gehen und "Gay Pride!" schreien muss? Wer mich kennt, dürfte sich an meinen nonkonformen, absolutistischen Sprüchen schon genügend gestört haben. Ich bin also keineswegs ein diplomatischer Relativist der Eintracht wegen, sondern vielmehr aus Ernüchterung durch konsequente und eben unvoreingenommene Überlegung. Ich gestehe den Kreationisten nicht einen Geltungsanspruch zu, weil ich Menschen im Allgemeinen gern habe, oh nein!, sondern weil ich die Richtigkeit der Wissenschaft nicht beweisen kann.
oelsen: die konsequenz einer gesellschaftlichen relevanz solcher theorien ist eine schludrigkeit in den begriffen der welt, die uns umgibt. gerade heute, wo es darauf ankommt, bytes von watts zu unterscheiden, wo jeder eine verantwortung gegenbüer allen haben sollte, ist so etwas gefährlich. genauso, wie man bescheid wissen sollte in religiösen belangen, wer shia und wer sunni ist z.b. Kreationisten sehen sich selbst gerne als exklusiv auserwählt
Karakasa: Eben nicht. Du kannst nicht den Anspruch erheben, einfach mal mit deinen Standards die Welt zu eichen. Das ist wirklich imperialistisch! Damit implizierst du ja auch, dass du den Dialog mit diesen anderen Ansichten gar nicht willst oder einbeziehen kannst.Karakasa: Du denkst ja bereits in Bytes und Watts. Die denken in Suren und goldenen Zeitaltern!
oelsen: ich glaube, die meisten menschen auf dieser welt sind sich einig, was ein gutes leben ist. wenn sie aber durch ihre handlungen das nicht erreichen können, oder wenn sie gar dem ziel entgegenwirken, dann muss man das ihnen sagen. alles andere empfinde ich als fies.
Karakasa: Willst du jetzt mit Utilitarismus argumentieren? Vorher war es gerade noch Demokratie! Ein weiteres gutes Beispiel, dass Demokratie nicht unbedingt gerecht ist. Deshalb legt die Schweiz ja auch solchen Wert auf den Föderalismus.
oelsen: nein. mit alphabetisierung
Karakasa: Damit sie unsere Bücher lesen und in unserem Glauben sozialisiert werden?
oelsen: wieso denn? wenn einer gegen die wand fährt, dann sag ich es ihm. sowas nennt man nett.
Karakasa: Du verfängst dich immer mehr in meiner imperalistischen Unterstellung.
oelsen: genauso können sie uns ihre dinge mitteilen
Karakasa: Offensichtlich nicht, wenn du sie nur in Bytes und Watts sprechen lässt. Oder versuche du dich mal auf Japanisch zu rechtfertigen. Das wird dir schnell Schwierigkeiten bereiten.
oelsen: für mich ist es ganz einfach: ein fundi, der zuviele kinder macht und die umwelt totalvernichtet hat in diesem leben verloren; wir, die gott für tot erklären (jaja ich weiss, es ist anders), haben erst im nächsten verloren.
Karakasa: Vielleicht gewinnt er schon früher, wenn seine Kinder seine Rente sichern - und nicht deine. :-p Du weichst aus.
oelsen: nun denn, dafür sind alle enkel tot. doch, darum geht es. antworten zu finden, für dinge, die nicht unmittelbar klar sind.
Karakasa: Du hast schlichtwegs kein Argument, dass deinen Glauben, die Wissenschaft, über den ihrigen stellen kann. Akzeptier' es und werde von mir zum gleichen Fundamentalist wie im Nahen Osten abgestempelt. Naja, du hast noch einige Jahrzehnte Zeit, an einem guten Argument zu feilen, denke ich. Wenn du während all' dieser Zeit meinen Stempel ertragen kannst. Oder warum wollte Kant Gott mal nicht pauschal ausräumen? :-p Oder warum wollte Kant Gott mal nicht pauschal ausräumen? :-p
oelsen: wenn der dünger ausgeht, wird es sich zeigen, wessen gott zuerst tot ist...
Karakasa: Du hast ja nicht mal einer! Woran willst du dich klammern, wenn du nicht mal mehr an einem Hungertuch nagen kannst? Interessant auch, dass du das jetzt als Krieg der Glauben, als Glaubenskrieg, auffasst. Wann bläst du zum wissenschaftlichen Kreuzzug?
oelsen: wenn schon wissenschaftliche genuugtuung; wenn auch tödliche
Karakasa: Verstehst du nicht? Du willst Recht behalten. Ich versuche nur, keinem Recht zu geben. Was denkst du, wem von uns beiden zuerst die Puste ausgeht?
oelsen: dem, der früher schlafen gehen muss :D soweit ich das verstanden habe soll ich die klappe halten, weil sie in ihrem system recht haben. oder zumindest ordnung. dazu sage ich: dann müssen sie halt nicht hinhören.
Karakasa: Das wollen sie auch nicht! Du störst dich an ihrem Schwulengedresche. :-p
Karakasa: Wer über Religion herzieht, ist ein impertinenter Vollidiot, der noch nicht kapiert hat, dass unser eigenes Dasein reine Glaubenssache ist. Ob du dich nun von einem Schöpfer geschaffen oder aus abermilliarden Atomen zusammengesetzt siehst - alles sind unüberprüfbare Konzepte, die uns einfach Antworten auf Fragen geben sollen, die uns unser lästiger Intellekt eingebrockt hat. Ein jahrtausendealtes Antwortmuster ins Lächerliche zu ziehen, zeigt nur, dass man das überhaupt nicht kapiert hat. Wer bestreitet, dass Wissenschaft im Kern Glaubenssache (Stichwort Theorem) ist, der ist so bescheuert wie ein Islamist
Und jetzt versucht nur, mich zu widerlegen. Ich weiss die klügsten Köpfe der jüngeren Geistesgeschichte hinter mir.
oelsen: nun denn: religion flies you into building, science on the moon – und jetzt? wir können über theologie streiten oder darüber, wie wir das mrsaproblem in den griff kriegen. egal. arguing on the internet...
Karakasa: Also das Christentum hat im Mittelalter ziemlich erfolgreich für soziale Ordnung gesorgt. Wenn du Wissenschaft mit Pragmatik rechtfertigen willst, soll mir das recht sein. Verzichte einfach auf den höheren Geltungsanspruch. Pragmatik hängt aber auch wieder von persönlichen oder zumindest intersubjektiven Prinzipien ab: Gewisse Leute wollen "in Würde" und damit ohne Medikamente oder Maschinen krepieren, andere nicht. Indirekt hast du mich ja nur bestätigt. :-p
oelsen: wenn höherer geltungsanspruch der verzicht auf irrationalität und hinterhältigen terror ist, dann habe ich diesen anspruch weiterhin :D
Karakasa: Es gibt keine Rationalität. Lies' mal Organisationstheorie. Behavioural Finance wäre auch ein interessanter Startpunkt. Und Augustinus' "gerechter Krieg" ist in der heutigen Politik determinierender also Nye & Keohayne's Institutionalismus. Wer das nicht einsieht, sollte nicht behaupten, einen wissenschaftlichen Standpunkt zu vertreten.
oelsen: hokuspokus. könnte ich den pfaff, den bischof und den papst abwählen wäre die sache halb so schlimm. wie gesagt, es geht um religion, nicht um glaube. […]
Karakasa: Die grossartige Grundidee der Wissenschaften (gerade wegen ihrer historischen Ursprüngen in den Naturwissenschaften) ist es, dass im Gegensatz zu anderen Weltbildern, namentlich Religionen, keine konkreten Grundprinzipien für die Anschauungen, sprich die Theorien, existieren sollten, sondern nur Prinzipien, Grundsätze, in der Methodik, also, wie man die Welt anschaut. Es ist auch diese Grundidee, auf der die empirischen Sozialwissenschaften und ihre deskripitven und instrumentellen Theorien fussen: Man behauptet nichts, was man nicht vorher gesehen hat. Nun gilt es jedoch - wiederum aus historischer Sicht - zu befinden, dass die meisten heute gängigen empirischen Untersuchungen und Theorien von westlichen (also im westlichen Kulturraum sozialisierten) Wissenschaftlern im westlichen Raum untersucht und zu solcher Konsistenz entwickelt worden sind, dass sie im Zeitpunkt der Ausdehnung und Vermittlung in andere Kulturräume, speziell den asiatischen, wenig aufnahme- und veränderungsbereit war. In der Folge sollte sich die Wissenschaft nicht mehr an den Tatsachen, sondern umgekehrt die Tatsachen an den Theorien orientieren. Hierbei entblösste sich die Empirie als stark in den Theorien befangen, als teilweise "self-fulfilling prophecy", indem sie den Untersuchungsgegenstand, asiatische Kulturen oder Wirtschaftssysteme, durch ihre eigene Untersuchung und mit dem übermächtigen ökonomischen, politischen und sozialen Apparat des Westens im Rücken selbst veränderte. Es ist dies, was Kritiker an westlichen Wissenschaften als "moderner Imperialismus" diffamieren. An dieser Stelle soll nicht von einem (beabsichtigten) Imperialismus der Wissenschaften gesprochen werden, sondern von einem Paradigma: Die westlichen Theorien sind zu raffiniert geworden, als dass sie allzu andersartige Tatsachen integrieren könnten. Dies muss oder kann sie auch fast nicht mehr, da mit der Globalisierung schon in vielen Bereichen eine "Verwestlichung" - gerade auch im Zuge der wissenschaftlichen Erforschung - stattgefunden hat. Damit hat sich die Wissenschaft aber selbst unbeabsichtigt auch den Anspruch einer höheren Geltungskraft als andere Glaubensmuster, etwa auch die Religionen, abgesprochen. Umgekehrt lässt sich diese Argumentation aufgrund des nachhaltigen Einflusses der westlichen Wissenschaften auf die verbliebenen andersartigen Referenzpunkte nicht beweisen. Sie erhebt aber auch keinen höheren Geltungsanspruch wie die Wissenschaft und will sich selbst immunisieren, sondern will als These verbleiben. So. Das ist meine Ansicht.
oelsen: ich weiss nicht, was an einer relativitätstheorie oder dem wienschen verschiebungsgesetz so imperialistisch sein sollte. oder der tatsache, dass ein gen X leute farbenblind macht, wenn es mutiert ist
Karakasa: Ich differenziere bereits zwischen Sozial- und Naturwissenschaften. Aber auch Naturwissenschaften könnten in ihren Ansprüchen hinterfragt werden: Könnte der Anziehungsfaktor g auf der anderen Seite der unförmigen Erde nicht anders sein? Die Farbenblindheit ist interessant, weil Farben in verschiedenen Sprachen ja anders konnotiert sind. Über Quantenphysik und Astronomie wollen wir gar nicht reden: Das ist reine Mutmassung auf Zahlenakrobatik. Man bedenke, dass Mathematik eine Geisteswissenschaft ist. Du denkst eben auch noch in den Gesetzen der Wissenschaft genauso wie ein gläubiger Christ nicht aus dem Grundkonzept des Schöpfers herausdenken kann.
oelsen: blrk. g ist überall anders, siehe mal in der wikipedia
Karakasa: Umso besser. :-p
oelsen: farben sind auf der ganzen welt gleich, weil die aminosäure dieselbe ist. es gibt zwar bevölkerungsgruppen, die andere haben (siehe tetrachromatopsie). farbnamen werden erfunden, weil sie praktisch sind
Karakasa: (Ich verstehe g als den Anziehungsfaktor, der der Erde zugeordnet ist, ja?)
oelsen: ja. der variiert je nach untergrund
Karakasa: Das wusste ich nicht. Ich dachte an die Unförmigkeit der Erdkugel. Aber das ist jetzt alles wieder nur wissenschaftlicher Wissensschwanzmessen. Tatsache ist, dass da nichts universell ist.
oelsen: eigentlich ist es kein schwanzmessen. du stellst eine frage und kannst sie verifizieren. das ist doch ansatzweise wissenschaft...
gretchenfrage: wie reagierst du, wenn jemand sagt "schwule sind krank, das steht so in der bibel?" du darfst a) nicht die bibel zitieren, weil sonst besserwisser/blasphemisch b) keine wissenschaftlichen erkenntnisse erwähnen, weil böse und so und c) keine philosophischen grundsätze der letzten 3000 jahre anführen, weil bibel hat sowieso recht
Karakasa: a)
oelsen: achsonein, das ist eine aufzählung. du darfst nichts der drei dinge tun...
Karakasa: Ich kann nur versuchen, mit einer system-intrinsischen Argumentation seine Ansicht zu widerlegen. Ein Argument einer anderen "Schule" ist in seinem Glaubenskonzept nicht akzeptabel, genauso wenig wie biblische Geschichten nichts in der Wissenschaft zu suchen haben - zumindest als Argument (gewiss aber als Untersuchungsgegenstand). Sollte der Ansatz über a) scheitern sind Schwule gemäss dem christlichen Glauben wirklich krank und seine Aussage denn richtig. Das gilt es zu respektieren - genauso wie er unsere andersartige Meinung zu akzeptieren hat.
oelsen: relativist!
Karakasa: Ich kann ihn nicht widerlegen, er nicht mich. Angesichts der Machtverhältnisse in der modernen Gesellschaft dürfte sich dieser christliche Zealot mit dieser Situation schon mehrmals abgefunden haben. Wir, die Wissenschaftsgläubigen aber nicht: Wir wollen zeigen, dass er Unrecht hat.
Fein. Wenn die Schlussfolgerung meiner Streitrede gegen den höheren Geltungsanspruch der Wissenschaft der Relativismus ist, so kann ich mich damit zufriedengeben. Ich bin davon überzeugt, dass dieser noch weitaus pragmatischer und damit effizienter ist als deiner. :-p Und wenn du das nicht akzeptieren kannst, spiel' doch nochmals "Bioshock" durch und frage dich, weshalb Andrew Ryan den Freitod wählt. Das ist pure Kritik an Ayn Rands Objektivismus!
oelsen: achjaklar, stell mich in die randecke
Karakasa: Keineswegs. Ich kontere deinen polemischen "Relativist!" mit etwas mehr Rhetorik meinerseits - oder versuche es zumindest.
oelsen: :)
Karakasa: Impliziert dieser denn nicht, dass du als radikaler Vertreter der Wissenschaft auch keinen Relativismus akzeptieren kannst, weil er indirekt den höchsten Geltungsanspruch der Wissenschaft untergräbt? Ist das nicht genauso missionarisch und zealotisch wie ein Zeuge Jehovas, der unbedingt den nächsten Christen rekrutieren will, um sich in seinen Ansichten bestätigt zu sehen? Oder der Schwule, der seine emotionalen oder sexuellen Präferenzen nicht für sich behalten kann, sondern demonstrativ auf die Barrikaden gehen und "Gay Pride!" schreien muss? Wer mich kennt, dürfte sich an meinen nonkonformen, absolutistischen Sprüchen schon genügend gestört haben. Ich bin also keineswegs ein diplomatischer Relativist der Eintracht wegen, sondern vielmehr aus Ernüchterung durch konsequente und eben unvoreingenommene Überlegung. Ich gestehe den Kreationisten nicht einen Geltungsanspruch zu, weil ich Menschen im Allgemeinen gern habe, oh nein!, sondern weil ich die Richtigkeit der Wissenschaft nicht beweisen kann.
oelsen: die konsequenz einer gesellschaftlichen relevanz solcher theorien ist eine schludrigkeit in den begriffen der welt, die uns umgibt. gerade heute, wo es darauf ankommt, bytes von watts zu unterscheiden, wo jeder eine verantwortung gegenbüer allen haben sollte, ist so etwas gefährlich. genauso, wie man bescheid wissen sollte in religiösen belangen, wer shia und wer sunni ist z.b. Kreationisten sehen sich selbst gerne als exklusiv auserwählt
Karakasa: Eben nicht. Du kannst nicht den Anspruch erheben, einfach mal mit deinen Standards die Welt zu eichen. Das ist wirklich imperialistisch! Damit implizierst du ja auch, dass du den Dialog mit diesen anderen Ansichten gar nicht willst oder einbeziehen kannst.Karakasa: Du denkst ja bereits in Bytes und Watts. Die denken in Suren und goldenen Zeitaltern!
oelsen: ich glaube, die meisten menschen auf dieser welt sind sich einig, was ein gutes leben ist. wenn sie aber durch ihre handlungen das nicht erreichen können, oder wenn sie gar dem ziel entgegenwirken, dann muss man das ihnen sagen. alles andere empfinde ich als fies.
Karakasa: Willst du jetzt mit Utilitarismus argumentieren? Vorher war es gerade noch Demokratie! Ein weiteres gutes Beispiel, dass Demokratie nicht unbedingt gerecht ist. Deshalb legt die Schweiz ja auch solchen Wert auf den Föderalismus.
oelsen: nein. mit alphabetisierung
Karakasa: Damit sie unsere Bücher lesen und in unserem Glauben sozialisiert werden?
oelsen: wieso denn? wenn einer gegen die wand fährt, dann sag ich es ihm. sowas nennt man nett.
Karakasa: Du verfängst dich immer mehr in meiner imperalistischen Unterstellung.
oelsen: genauso können sie uns ihre dinge mitteilen
Karakasa: Offensichtlich nicht, wenn du sie nur in Bytes und Watts sprechen lässt. Oder versuche du dich mal auf Japanisch zu rechtfertigen. Das wird dir schnell Schwierigkeiten bereiten.
oelsen: für mich ist es ganz einfach: ein fundi, der zuviele kinder macht und die umwelt totalvernichtet hat in diesem leben verloren; wir, die gott für tot erklären (jaja ich weiss, es ist anders), haben erst im nächsten verloren.
Karakasa: Vielleicht gewinnt er schon früher, wenn seine Kinder seine Rente sichern - und nicht deine. :-p Du weichst aus.
oelsen: nun denn, dafür sind alle enkel tot. doch, darum geht es. antworten zu finden, für dinge, die nicht unmittelbar klar sind.
Karakasa: Du hast schlichtwegs kein Argument, dass deinen Glauben, die Wissenschaft, über den ihrigen stellen kann. Akzeptier' es und werde von mir zum gleichen Fundamentalist wie im Nahen Osten abgestempelt. Naja, du hast noch einige Jahrzehnte Zeit, an einem guten Argument zu feilen, denke ich. Wenn du während all' dieser Zeit meinen Stempel ertragen kannst. Oder warum wollte Kant Gott mal nicht pauschal ausräumen? :-p Oder warum wollte Kant Gott mal nicht pauschal ausräumen? :-p
oelsen: wenn der dünger ausgeht, wird es sich zeigen, wessen gott zuerst tot ist...
Karakasa: Du hast ja nicht mal einer! Woran willst du dich klammern, wenn du nicht mal mehr an einem Hungertuch nagen kannst? Interessant auch, dass du das jetzt als Krieg der Glauben, als Glaubenskrieg, auffasst. Wann bläst du zum wissenschaftlichen Kreuzzug?
oelsen: wenn schon wissenschaftliche genuugtuung; wenn auch tödliche
Karakasa: Verstehst du nicht? Du willst Recht behalten. Ich versuche nur, keinem Recht zu geben. Was denkst du, wem von uns beiden zuerst die Puste ausgeht?
oelsen: dem, der früher schlafen gehen muss :D soweit ich das verstanden habe soll ich die klappe halten, weil sie in ihrem system recht haben. oder zumindest ordnung. dazu sage ich: dann müssen sie halt nicht hinhören.
Karakasa: Das wollen sie auch nicht! Du störst dich an ihrem Schwulengedresche. :-p
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Eine These zur Problematik des wissenschaftlichen Geltungsanspruchs
Die grossartige Grundidee der Wissenschaften (gerade wegen ihrer historischen Ursprüngen in den Naturwissenschaften) ist es, dass im Gegensatz zu anderen Weltbildern, namentlich Religionen, keine konkreten Grundprinzipien für die Anschauungen, sprich die Theorien, existieren sollten, sondern nur Prinzipien, Grundsätze, in der Methodik, also, wie man die Welt anschaut.
Es ist auch diese Grundidee, auf der die empirischen Sozialwissenschaften und ihre deskripitven und instrumentellen Theorien fussen: Man behauptet nichts, was man nicht vorher gesehen hat.
Nun gilt es jedoch - wiederum aus historischer Sicht - zu befinden, dass die meisten heute gängigen empirischen Untersuchungen und Theorien von westlichen (also im westlichen Kulturraum sozialisierten) Wissenschaftlern im westlichen Raum untersucht und zu solcher Konsistenz entwickelt worden sind, dass sie im Zeitpunkt der Ausdehnung und Vermittlung in andere Kulturräume, speziell den asiatischen, wenig aufnahme- und veränderungsbereit war. In der Folge sollte sich die Wissenschaft nicht mehr an den Tatsachen, sondern umgekehrt die Tatsachen an den Theorien orientieren.
Hierbei entblösste sich die Empirie als stark in den Theorien befangen, als teilweise "self-fulfilling prophecy", indem sie den Untersuchungsgegenstand, asiatische Kulturen oder Wirtschaftssysteme, durch ihre eigene Untersuchung und mit dem übermächtigen ökonomischen, politischen und sozialen Apparat des Westens im Rücken selbst veränderte. Es ist dies, was Kritiker an westlichen Wissenschaften als "moderner Imperialismus" diffamieren.
An dieser Stelle soll nicht von einem (beabsichtigten) Imperialismus der Wissenschaften gesprochen werden, sondern von einem Paradigma: Die westlichen Theorien sind zu raffiniert geworden, als dass sie allzu andersartige Tatsachen integrieren könnten. Dies muss oder kann sie auch fast nicht mehr, da mit der Globalisierung schon in vielen Bereichen eine "Verwestlichung" - gerade auch im Zuge der wissenschaftlichen Erforschung - stattgefunden hat. Damit hat sich die Wissenschaft aber selbst unbeabsichtigt auch den Anspruch einer höheren Geltungskraft als andere Glaubensmuster, etwa auch die Religionen, abgesprochen.
Umgekehrt lässt sich diese Argumentation aufgrund des nachhaltigen Einflusses der westlichen Wissenschaften auf die verbliebenen andersartigen Referenzpunkte nicht beweisen. Sie erhebt aber auch keinen höheren Geltungsanspruch wie die Wissenschaft und will sich selbst immunisieren, sondern will als These verbleiben.
Es ist auch diese Grundidee, auf der die empirischen Sozialwissenschaften und ihre deskripitven und instrumentellen Theorien fussen: Man behauptet nichts, was man nicht vorher gesehen hat.
Nun gilt es jedoch - wiederum aus historischer Sicht - zu befinden, dass die meisten heute gängigen empirischen Untersuchungen und Theorien von westlichen (also im westlichen Kulturraum sozialisierten) Wissenschaftlern im westlichen Raum untersucht und zu solcher Konsistenz entwickelt worden sind, dass sie im Zeitpunkt der Ausdehnung und Vermittlung in andere Kulturräume, speziell den asiatischen, wenig aufnahme- und veränderungsbereit war. In der Folge sollte sich die Wissenschaft nicht mehr an den Tatsachen, sondern umgekehrt die Tatsachen an den Theorien orientieren.
Hierbei entblösste sich die Empirie als stark in den Theorien befangen, als teilweise "self-fulfilling prophecy", indem sie den Untersuchungsgegenstand, asiatische Kulturen oder Wirtschaftssysteme, durch ihre eigene Untersuchung und mit dem übermächtigen ökonomischen, politischen und sozialen Apparat des Westens im Rücken selbst veränderte. Es ist dies, was Kritiker an westlichen Wissenschaften als "moderner Imperialismus" diffamieren.
An dieser Stelle soll nicht von einem (beabsichtigten) Imperialismus der Wissenschaften gesprochen werden, sondern von einem Paradigma: Die westlichen Theorien sind zu raffiniert geworden, als dass sie allzu andersartige Tatsachen integrieren könnten. Dies muss oder kann sie auch fast nicht mehr, da mit der Globalisierung schon in vielen Bereichen eine "Verwestlichung" - gerade auch im Zuge der wissenschaftlichen Erforschung - stattgefunden hat. Damit hat sich die Wissenschaft aber selbst unbeabsichtigt auch den Anspruch einer höheren Geltungskraft als andere Glaubensmuster, etwa auch die Religionen, abgesprochen.
Umgekehrt lässt sich diese Argumentation aufgrund des nachhaltigen Einflusses der westlichen Wissenschaften auf die verbliebenen andersartigen Referenzpunkte nicht beweisen. Sie erhebt aber auch keinen höheren Geltungsanspruch wie die Wissenschaft und will sich selbst immunisieren, sondern will als These verbleiben.
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Sunday, 29 March 2009
Interlude
The day when I've found my own pace
the day I won't run to remain
shall be the day when I will raise,
to set off paving my own lane.
The day I get to my map's ridge
the day I see beyond world's border
shall be the day the point is reached
where I can put things into order.
The day I won't go to sleep alone
the day when I'll rise with the sun,
shall be the day I've found my home
and time will follow me along.
The sun's empire was in reach,
where every season's much more bright,
but a raven will just never bleach,
thus swallowed every ray of light,
croacked and pecked, put up a fight
eventually driven out of sight,
to end up plighting to the night.
While in the eye of stormy weather
was where this raven fledged,
it shall be at world's edge
on a remote and high ledge
where the raven ends his flight
sets down and waits for the twilight
to ignite into ember feathers
ashes flying to the dark nether.
the day I won't run to remain
shall be the day when I will raise,
to set off paving my own lane.
The day I get to my map's ridge
the day I see beyond world's border
shall be the day the point is reached
where I can put things into order.
The day I won't go to sleep alone
the day when I'll rise with the sun,
shall be the day I've found my home
and time will follow me along.
The sun's empire was in reach,
where every season's much more bright,
but a raven will just never bleach,
thus swallowed every ray of light,
croacked and pecked, put up a fight
eventually driven out of sight,
to end up plighting to the night.
While in the eye of stormy weather
was where this raven fledged,
it shall be at world's edge
on a remote and high ledge
where the raven ends his flight
sets down and waits for the twilight
to ignite into ember feathers
ashes flying to the dark nether.
Thursday, 19 March 2009
Gender-specific conception of attention
There appears to be a rather striking difference in the conception of "attention" between genders. In fact, I daresay that the female understanding of "attention" is, once again, fallacious. My argument is persuasive as it's developed system-intrinsically, in other words, I thought it through by emphatising women in particular situations which men are confronted with way too often: bitching.
First things first however: What is attention? The term involves two different sub-concepts, I reckon. On the one hand, there's natural attention for things that appear interesting to us. Therefore, it's interest that steers our attention. Such kind of attention can be lost again, though. Things aren't interesting all the time. On the other hand, there's the normative attention, that kind of attention we're required to pay - for safety and security. Women tend to mix up these two ideas. Or let's simply ask: What makes a woman gain the attention of a man? There might be a slight chance - or rather a first, small significance - for looks. Generally and to the most extent, however, it's rather about the stuff he's doing and the thing he's talking about. This is the reason why the concept of status and prestige goes so perfectly along with the amount and extent of women a man can get: Women are attentive for achievements and skills. Of course, such status and prestige isn't constant. Men aren't interesting all the time and therefore lose attention again. The male gender is used to have learn this bitter lesson for millenia already.
When women come to themselves, however, they suddenly apply completely different standards: It's not about what they do and say, but how they appear. In short, it's all about appeareance, not what you are, but how you have been created. Anyway, this goes still perfectly along with the concept. Looks aren't permanent, either. Even the most beautiful girl doesn't only get old, but boring to look at much quicker than she ages. Everyone gets fuckin' bored about a picasso after watching it for some time - and even Picasso got fuckin' bored of his perfect paintings he drew in early years.
However, due to the fact that female attention isn't gained by achievements and skills, they never had to do much for it and end up thinking of it as a state of being! That's the first big fallacy! They think that they're simple existence is cause for attention. And whenever a man loses interest in a woman's appearance, she feel rejected and without any attention. Not leaving to that, they step further and mix up the two concepts of attention and further allege men of being careless! That's the second big fallacy. That the whole case isn't about this second type of attention, anyway, shows the very reaction of the woman herself: In fact, her allegations are nothing else but a final, ignorant and desperate approach to raise attention: bitching. There might be the general tendency that the more attention a woman can gain with her appereance the more ignorant she is to the whole process and the less alternatives she has to "deliver" than the oh so natural bitching.
Of course, bitching itself is the most illogical, retarded act of communication known to man. Basically, it's a woman searching for every slightest option and reason to make allegations to her man. Hell, they might start digging up your whole past 'cause that's the only thing they could come up with. Don't ask them what their point is about. They first have to stop talking to realize that they're only doing it to gain attention - which apparently doesn't work and therefore wouldn't have started in the first place. Self-reflection, my dear friends, cannot be forced upon.
However, modern technologies seem to have given a very powerful tool to men and their suffering: To the extent that women have to write down their bitching and that stuff actually get protocolled, they are confronted with their loose, illogical babble first when they are actually writing it down, second when the man has the opportunity to answer and point out the fallacies in the argumentation without being interrupted all the time and third, when checking the protocolls. Oh, how I am looking forward to the day of complete state control when I can ask the woman to look up "conversation protocoll, file 4.21, day 19.03.2009" to see that I've already admitted, asserted and analyzed a certain mistake of mine - or that it wasn't my mistake in the first place. Efficiency in partner conversation appears to have a very bright future.
Back to the concept of attention. In short, there aren't only different types of attention, different ways genders cause it, but in woman's case, they apply different types of standards to attention: While men naturally get and deserve it only when they deliver, they claim it for themselves as some state of being.
First things first however: What is attention? The term involves two different sub-concepts, I reckon. On the one hand, there's natural attention for things that appear interesting to us. Therefore, it's interest that steers our attention. Such kind of attention can be lost again, though. Things aren't interesting all the time. On the other hand, there's the normative attention, that kind of attention we're required to pay - for safety and security. Women tend to mix up these two ideas. Or let's simply ask: What makes a woman gain the attention of a man? There might be a slight chance - or rather a first, small significance - for looks. Generally and to the most extent, however, it's rather about the stuff he's doing and the thing he's talking about. This is the reason why the concept of status and prestige goes so perfectly along with the amount and extent of women a man can get: Women are attentive for achievements and skills. Of course, such status and prestige isn't constant. Men aren't interesting all the time and therefore lose attention again. The male gender is used to have learn this bitter lesson for millenia already.
When women come to themselves, however, they suddenly apply completely different standards: It's not about what they do and say, but how they appear. In short, it's all about appeareance, not what you are, but how you have been created. Anyway, this goes still perfectly along with the concept. Looks aren't permanent, either. Even the most beautiful girl doesn't only get old, but boring to look at much quicker than she ages. Everyone gets fuckin' bored about a picasso after watching it for some time - and even Picasso got fuckin' bored of his perfect paintings he drew in early years.
However, due to the fact that female attention isn't gained by achievements and skills, they never had to do much for it and end up thinking of it as a state of being! That's the first big fallacy! They think that they're simple existence is cause for attention. And whenever a man loses interest in a woman's appearance, she feel rejected and without any attention. Not leaving to that, they step further and mix up the two concepts of attention and further allege men of being careless! That's the second big fallacy. That the whole case isn't about this second type of attention, anyway, shows the very reaction of the woman herself: In fact, her allegations are nothing else but a final, ignorant and desperate approach to raise attention: bitching. There might be the general tendency that the more attention a woman can gain with her appereance the more ignorant she is to the whole process and the less alternatives she has to "deliver" than the oh so natural bitching.
Of course, bitching itself is the most illogical, retarded act of communication known to man. Basically, it's a woman searching for every slightest option and reason to make allegations to her man. Hell, they might start digging up your whole past 'cause that's the only thing they could come up with. Don't ask them what their point is about. They first have to stop talking to realize that they're only doing it to gain attention - which apparently doesn't work and therefore wouldn't have started in the first place. Self-reflection, my dear friends, cannot be forced upon.
However, modern technologies seem to have given a very powerful tool to men and their suffering: To the extent that women have to write down their bitching and that stuff actually get protocolled, they are confronted with their loose, illogical babble first when they are actually writing it down, second when the man has the opportunity to answer and point out the fallacies in the argumentation without being interrupted all the time and third, when checking the protocolls. Oh, how I am looking forward to the day of complete state control when I can ask the woman to look up "conversation protocoll, file 4.21, day 19.03.2009" to see that I've already admitted, asserted and analyzed a certain mistake of mine - or that it wasn't my mistake in the first place. Efficiency in partner conversation appears to have a very bright future.
Back to the concept of attention. In short, there aren't only different types of attention, different ways genders cause it, but in woman's case, they apply different types of standards to attention: While men naturally get and deserve it only when they deliver, they claim it for themselves as some state of being.
Monday, 16 March 2009
Physicists are the biggest hypocrites in science.
I can’t help but to think that physicists are the biggest hypocrites in the theory of relativity. I presume that in the meantime, we, cultures and science dominated by Western concepts have come to terms that there’s simply nothing in this world that is true or right. In fact, this world is completely chaotic.
Hasn’t physics provided us the most persuasive evidence on this chaotic manner? Matter can be considered as energy, space can be bent and even time is supposed to be relative. But why the hell did we need to resort to such an unworldly field of examination in the first place to come up with this conclusion? Why should anyone in his right mind care more about tiny spots in the firmament and invisibly small particles than urgent political, social, economic, medical or psychological problems? There can be only one reason to that: For millennia, people have looked up to the sky and in things beyond visibility to find the “divine” system beyond this chaotic and relative world. Therefore, what makes physicists chose their field of work in the first place is scepticism if not mere ignorance about that the fact of relativity which might be pretty commonly known, but difficult to understand all the more. It’s like they need to make another absurd experiment to convince themselves of the arbitrariness of their systems in order to proudly present that they have confirmed relativity. But still in this case, they can feel to have given “better proof” as physics are supposed to be the ultimate, respectively most fundamental field of scientific research. Even though they must conclude with the same relativity like in other fields of sciences, they can still comfort or even flatter themselves of having made this conclusion on a more basic object of investigation. Hunting for and showing off with the “most basic” evidence on relativity – now that’s what I call a hypocrite.
Hasn’t physics provided us the most persuasive evidence on this chaotic manner? Matter can be considered as energy, space can be bent and even time is supposed to be relative. But why the hell did we need to resort to such an unworldly field of examination in the first place to come up with this conclusion? Why should anyone in his right mind care more about tiny spots in the firmament and invisibly small particles than urgent political, social, economic, medical or psychological problems? There can be only one reason to that: For millennia, people have looked up to the sky and in things beyond visibility to find the “divine” system beyond this chaotic and relative world. Therefore, what makes physicists chose their field of work in the first place is scepticism if not mere ignorance about that the fact of relativity which might be pretty commonly known, but difficult to understand all the more. It’s like they need to make another absurd experiment to convince themselves of the arbitrariness of their systems in order to proudly present that they have confirmed relativity. But still in this case, they can feel to have given “better proof” as physics are supposed to be the ultimate, respectively most fundamental field of scientific research. Even though they must conclude with the same relativity like in other fields of sciences, they can still comfort or even flatter themselves of having made this conclusion on a more basic object of investigation. Hunting for and showing off with the “most basic” evidence on relativity – now that’s what I call a hypocrite.
Why "Watchmen" rocks.
On Saturday, I went watching the Watchmen. What was I supposed to expect of a movie-adaptation which wasn’t only based on a rather unpopular and seemingly pretty trashy comic but has already two failed attempts in the last ten years? Obviously, nothing more than some good laughs of mockery with the help of a few cans of beer. So let’s rather say that I went drinking in the cinema.
However, out of this my initial attitude I was surprised about the movie all the more. In fact, I was delighted. Now, don’t get me wrong! I wasn’t delighted by the characters. There were way too many of them in order to make a decent picture of them. Anyway, the director didn’t really seem to care about a profound characterization of all those “super-heros” anyway. The bad actors did the rest. Neither was I delighted by the camera and sound. The shots were too much “inspired” by movies like “Sin City” and the music, well … I think it says everything when I reveal that Nena’s “99 Luftballons” is played in one action scene. Not even the story did any good: It took ages to realize that the movie plays in alternative historical dimension of the 1980’s where Nixon was just elected for president for the third time and the “doom’s day clock” for nuclear war was set four minutes before midnight.
No, I was delighted by the way the director managed to lure comic-fans into the cinemas to confront them with a basic introduction into socio-philosophical concepts of the 20th century! And how much this movie ended up being philosophical! Basically, the characters all represented different views on society and subsequent concepts for social organization: There’s Ozymandias, allegedly the most intelligent man on earth, who doesn’t care about individual destinies but just “the greater good” – the perfect image of utilitarianism. There’s Rorschach, the Irish-looking small guy with a horrible childhood who is only concerned about justice and therefore would never want to compromise for any “greater good”. There’s Dr. Manhattan whose condition made him transcend humanity to such an extent that he sees how insignificant human existence, life in general, is anyway: What’s the big deal if mankind would vanish anyway? There’s no big difference between the constantly reproducing cycle of life that in the end, stands still and doesn’t change anything and dead space. And there’s the Comedian who’s turned completely cynical and just laughs at humanity’s dilemma. (There’s also Nite Owl and Silk Spectre which either should contribute some emotional view on the whole question or just add in some erotic.)
It’s interesting to observe how those different views of members of a former team clash together in the last third of the movie – after the first half-time was mostly spent on drawing up the Comedian’s life-history and view on the world and in the beginning of the second half, the nerdy audience was put off with some action: How a “miracle”, a phenomenon that couldn’t be explained logically by Dr. Manhattan made him abandon his indifferent view on life, how Ozymandias’ success in uniting the world made most “super-heros” give up their principles of justice and how they became even ready to kill their former comrades for the sake of peace.
Just as much as all those “super-heros” don’t have any real “super powers” (unfortunately with Dr. Manhattan as the big exception), they don’t really stick to any principles in the prospect of success and are even ready to kill each other and deny themselves.
Of course, just as much as the characters and story are superficial, those philosophical discussions remain rather basic. That doesn’t make it any less valuable, though, as it may inspire people with less interest in philosophy to sort out those ideas and get a comprehensive picture of them themselves. Let’s just hope that the movie manages to succeed in this plan and not to fail like his predecessors in movies, namely “The Matrix: Reloaded” and the two final episodes of the series “Neon Genesis Evangelion”, as well as games, “Deus Ex: Invisible War” and the killing of Andrew Ryan in “Bioshock” in particular.
However, out of this my initial attitude I was surprised about the movie all the more. In fact, I was delighted. Now, don’t get me wrong! I wasn’t delighted by the characters. There were way too many of them in order to make a decent picture of them. Anyway, the director didn’t really seem to care about a profound characterization of all those “super-heros” anyway. The bad actors did the rest. Neither was I delighted by the camera and sound. The shots were too much “inspired” by movies like “Sin City” and the music, well … I think it says everything when I reveal that Nena’s “99 Luftballons” is played in one action scene. Not even the story did any good: It took ages to realize that the movie plays in alternative historical dimension of the 1980’s where Nixon was just elected for president for the third time and the “doom’s day clock” for nuclear war was set four minutes before midnight.
No, I was delighted by the way the director managed to lure comic-fans into the cinemas to confront them with a basic introduction into socio-philosophical concepts of the 20th century! And how much this movie ended up being philosophical! Basically, the characters all represented different views on society and subsequent concepts for social organization: There’s Ozymandias, allegedly the most intelligent man on earth, who doesn’t care about individual destinies but just “the greater good” – the perfect image of utilitarianism. There’s Rorschach, the Irish-looking small guy with a horrible childhood who is only concerned about justice and therefore would never want to compromise for any “greater good”. There’s Dr. Manhattan whose condition made him transcend humanity to such an extent that he sees how insignificant human existence, life in general, is anyway: What’s the big deal if mankind would vanish anyway? There’s no big difference between the constantly reproducing cycle of life that in the end, stands still and doesn’t change anything and dead space. And there’s the Comedian who’s turned completely cynical and just laughs at humanity’s dilemma. (There’s also Nite Owl and Silk Spectre which either should contribute some emotional view on the whole question or just add in some erotic.)
It’s interesting to observe how those different views of members of a former team clash together in the last third of the movie – after the first half-time was mostly spent on drawing up the Comedian’s life-history and view on the world and in the beginning of the second half, the nerdy audience was put off with some action: How a “miracle”, a phenomenon that couldn’t be explained logically by Dr. Manhattan made him abandon his indifferent view on life, how Ozymandias’ success in uniting the world made most “super-heros” give up their principles of justice and how they became even ready to kill their former comrades for the sake of peace.
Just as much as all those “super-heros” don’t have any real “super powers” (unfortunately with Dr. Manhattan as the big exception), they don’t really stick to any principles in the prospect of success and are even ready to kill each other and deny themselves.
Of course, just as much as the characters and story are superficial, those philosophical discussions remain rather basic. That doesn’t make it any less valuable, though, as it may inspire people with less interest in philosophy to sort out those ideas and get a comprehensive picture of them themselves. Let’s just hope that the movie manages to succeed in this plan and not to fail like his predecessors in movies, namely “The Matrix: Reloaded” and the two final episodes of the series “Neon Genesis Evangelion”, as well as games, “Deus Ex: Invisible War” and the killing of Andrew Ryan in “Bioshock” in particular.
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